Homecare für eine sichere Patientenversorgung zu Hause
Individuelle Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln, Beratung und Pflegeunterstützung

Homecare beinhaltet die Versorgung eines Menschen mit Verband- und Arzneimitteln durch geschultes Fachpersonal. Das kann zu Hause sein oder in stationären Pflegeeinrichtungen. Unsere unterstützende Pflegeberatung umfasst die Schwerpunktbereiche Ernährung, Inkontinenz und Wundversorgung. Wir versorgen die Patienten mit sämtlichen medizinischen Hilfsmitteln.
Die Entlassung einer schwer kranken Person aus dem Krankenhaus erfordert hohen organisatorischen Aufwand. Sie müssen den Hausarzt informieren und Medikamente aus der Apotheke holen. Spezielle Hilfsmittel müssen vom Sanitätshaus geordert werden usw.. Laut der aktuellen Gesetzeslage hat jeder Mensch das Recht auf ein Entlassungsmanagement. Das bedeutet für Sie als Patient, dass das Krankenhaus für alle Probleme, die beim Übergang in die häusliche Versorgung entstehen, zuständig ist.
Bei Homecare geht es um medizinische Hilfsmittel, die einen hohen Beratungsaufwand erfordern. Die Dienstleistung von Homecare gewinnt im häuslichen Bereich zunehmend an Bedeutung. Nach der Entlassung eines Menschen aus dem Krankenhaus erfolgt in Abstimmung mit dem Arzt die weitergehende Therapie zu Hause. Zum Begriff Homecare zählen Wundversorgungen und Stomaversorgungen. Patienten lernen, mit dem künstlichen Ausgang zu leben. Unterstützung und Einschulung bietet ein Stomaberater. Neben der künstlichen Ernährung und der Inkontinenzversorgung zählen auch Tracheostomieversorgungen und die Sauerstoffversorgung zu Homecare. Die richtige Lagerung und Mobilisation von bewegungseingeschränkten Personen sind die wichtigsten Maßnahmen der Dekubitusprophylaxe.
Wir bieten Ihnen die richtigen Produkte und individuelle Beratung zum Thema Blasen- und Darminkontinenz. Mit der Kontrolle über Ihre Blase oder Ihren Darm erhalten Sie ein großes Stück an Lebensqualität zurück. Beschwerden bei der Darmentleerung ist für viele ein unangenehmes Thema. Geschulte Personen geben Ihnen im Rahmen von Homecare Anleitung zur eigenständigen Darmspülung. Verstopfungen und Stuhlinkontinenz können für bis zu zwei Tage verhindert werden. Damit haben Sie Ihren Darm unter Kontrolle und bestimmen, wann und wo Sie Stuhlgang haben. Mit einem Einwegkatheter können Sie Ihre Harnblase in regelmäßigen Intervallen entleeren.
Wir bieten Ihnen Unterstützung bei der optimalen Wundversorgung. Der Wundverlauf wird von verschiedenen Faktoren positiv oder auch negativ beeinflusst. Wunden sind weit verbreitet. Sie treten auf unterschiedliche Weise auf und haben unterschiedliche Ursachen. Häufig treten Sie bei bettlägerigen Menschen und bei Menschen mit Venenleiden auf. Schlecht heilende Wunden bei Diabetikern sind keine Seltenheit. Wundprodukte tragen zur Wundheilung bei und helfen den Wundschmerz zu minimieren.
Eine operative Öffnung der Luftröhre nach außen wird als Tracheostoma bezeichnet. Die in die Luftröhre eingesetzte Kanüle erleichtert die Atmung. Damit ein tracheotomierter Patient zu Hause richtig versorgt wird, bedarf es einer richtigen fachlichen Anleitung.
Unsere Patientenversorgung umfasst nicht nur
Ernährungstherapie, Wundversorgung, Kontinenz- und Stomaversorgung. Wir bieten auch sämtliche Rehatechnik, wie Rollstühle, Gehhilfen und Pflegebetten.


Welche Hilfsmittel stehen bei einer Inkontinenz zur Verfügung?
Die Ursachen von Inkontinenz sind vielfältig. Dabei wird zwischen einer Stuhlinkontinenz und einer Harninkontinenz unterschieden. Häufig ist eine Störung im Bereich des Schließmuskels, der versorgenden Nerven oder der Beckenbodenmuskulatur schuld. Aber auch bei einer Verletzung des Rückenmarks oder nach einem Schlaganfall kann es zu einer Inkontinenz kommen.
Eine Inkontinenz kann durch ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur sowie durch spezielle Hilfsmittel therapiert oder verbessert werden. Außerdem ist ein Toilettentraining, die Implantation eines Schrittmachers oder die Elektrotherapie möglich. Ebenso können Medikamente oder eine Operation helfen. Daneben gibt es noch vielfältige alternative Methoden von Phytotherapie bis zu verschiedenen Entspannungsmethoden. Die Behandlung richtet sich dabei nach der Ursache der vorliegenden Beschwerden. Auch Übergewicht oder ein ungenügend eingestellter Diabetes kann zur Entstehung einer Inkontinenz beitragen.
Die Verwendung spezieller
Hilfsmittel
bei Vorliegen einer Inkontinenzsymptomatik kann eine große Hilfe und psychische Entlastung sein. So stehen beispielsweise verschiedene
Slipeinlagen
mit unterschiedlicher Stärke zur Verfügung. Ebenso können Schlüpfer für den Einmalgebrauch mit bestimmten Vorlagen oder auch Windeln für bettlägerige Patienten verwendet werden. Für den Schutz von Betten sind außerdem
wasserdichte Schutzvorlagen erhältlich. Je nach Verwendungszweck sind diese zum Einmalgebrauch oder als hygienische Kunststoffunterlagen im Angebot. Für Patienten mit einer Stuhlinkontinenz sind auch sogenannte Analtampons zu erwähnen. Weiterhin stehen für Männer mit einer Harnschwäche als zusätzliche Möglichkeit Kondom-Urinale zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um eine Art des Kondoms, bei dem der Urin in einen Beutel weitergeleitet wird. Wichtig ist, angemessen auf die Toilette zu gehen, um die Blasenmuskulatur zu trainieren und eine Überdehnung zu vermeiden. Auch sollte vorhandenes Übergewicht reduziert werden. Speisen können blasenfreundlich zubereitet und auf besonders harntreibende Nahrungsmittel wie zum Beispiel Brennnessel oder zu viel Koffein verzichtet werden. Zur Pflege der strapazierten Haut stehen außerdem neben einer gründlichen Körperpflege verschiedene Pflegeprodukte zur Verfügung.
Möglichkeiten der häuslichen Wundversorgung
Eine richtige Versorgung von Wunden ist sehr wichtig. Nur so kann eine schnelle Abheilung ohne eventuell bleibende Narben erfolgen. Je nach der Ursache können kleinere Verletzungen selbst behandelt werden, wie zum Beispiel nach Schnittverletzungen in der Küche. Für diesen leider nicht ganz so seltenen Fall stehen verschiedene Pflaster in unterschiedlichen Größen zur Auswahl. Größere Schnittwunden oder sehr stark blutende Wunden gehören in die medizinische Behandlung und müssen eventuell auch genäht werden. Ebenso gehören chronische oder schlecht heilende Wunden in professionelle medizinische Betreuung. Chronische Wunden haben oft verschiedene Ursachen. Die häufigsten sind zum Beispiel ein Dekubitus bei immobilen Patienten, bei verschiedenen inneren Erkrankungen, Hautkrankheiten, bei Nervenschäden, Diabetes oder auch Infektionen. Hier sollten eine medizinische Abklärung und die passende Wundversorgung mit geeigneten Materialien erfolgen.
Zur professionellen Wundversorgung steht ein großes Sortiment an verschiedenen Verbandsmaterialien zur Verfügung. In die Hausapotheke gehören unbedingt Pflaster in verschiedenen Größen, Mullbinden, sterile Mullkompressen, Heftpflaster, ein mildes Desinfektionsmittel für Wunden sowie eine Schere. Ein Verbandskasten kann bei uns im Sanitätshaus erworben werden. Bei der speziellen Versorgung von chronischen Wunden können je nach der Ursache lediglich nur einfache, trockene Wundauflagen oder sogenannte interaktive Auflagen verwendet werden. Dazu gehören beispielsweise Hydrokolloidauflagen, Hydrogele oder Schaumstoffauflagen. Diese sorgen für ein der Wundheilung förderliches feuchtes Milieu und schützen zudem vor Infektionen. Allerdings sind diese teurer als herkömmliche Auflagen. Beim diabetischen Fuß ist zudem noch die individuelle Anfertigung von druckreduzierenden Schuheinlagen möglich. Außerdem können bettlägerige Patienten durch entsprechende Dekubitusunterlagen geschützt werden. Zusätzlich kann eine gesunde Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Vitaminen und Spurenelementen den Heilungsprozess beschleunigen. Dabei sollten auch die ursächlichen Erkrankungen behandelt und ein eventuell vorhandener Diabetes gut eingestellt werden. Bei Bedarf kann die Heilung je nach der Ursache der Wunden mit einer Wundsalbe unterstützt werden. Bei pflegebedürftigen Patienten übernimmt auch die häusliche Krankenpflege die medizinische Wundversorgung.

